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Herrenanzüge

Bei den Herren gestaltet sich die Differenzierung von Kleidung etwas einfacher; Pendant zu Abendkleidern, Ballkleidern und Hochzeitskleidern bei der Damenbekleidung sind bei den Herren ganz einfach die Herrenanzüge.

Die gängigen Herrenanzüge bestehen normalerweise aus einer Hose und einem dazupassenden Sakko, worunter man(n) ein Hemd und eine Krawatte und meist ein eleganteres Paar schwarzer Abendschuhe trägt.

Diese Kombination bezeichnet man als Zweiteiler (Hose und Sakko); man spricht von einem Dreiteiler (Hose, Sakko und Weste), wenn unter dem Sakko eine passende Weste getragen wird.
Die Hosen des Herrenanzugs sind sich meist relativ ähnlich; ein einfacher gerader Schnitt aus einem schönen Material in diversen Farben.
Das jeweilige Sakko macht den Unterschied. Das Sakko ist eine Art Jacke, die über dem Hemd getragen wird; es wird entweder mit einer oder etwas seltener mit zwei Reihen (Einreiher und Zweireiher) von Knöpfen verschlossen.

Beim Einreiher kann man ganz grob zwei Varianten unterscheiden: die englische und die amerikanische Variante.

Sakkos nach englischem Stil sind mit drei Knöpfen ausgestattet, bei denen entweder der mittlere Knopf oder die beiden anderen Knöpfe geschlossen werden. Das englische Sakko besitzt außerdem zwei seitliche Rückenschlitze.

Bei der amerikanischen Variante des Sakkos gibt es nur zwei Knöpfe, von denen aber nur der erste geschlossen wird und nur einen Rückenschlitz, genau in der Mitte des Sakkos.

Je nach Mode können die Anzahl der Taschen, Materialien und Schnitte leicht variieren.

Besondere Arten des Herrenanzugs sind Smoking und Frack; diese werden aber nur zu sehr förmlichen Anlässen getragen. Ein Smoking besitzt nur einen Knopf und keinen Rückenschlitz. Außerdem wird der Smoking mit vielen Details aus Satin gefertigt und die Taschen besitzen keine Klappe (Paspeltaschen). Der Frack ist im weitesten Sinne ein Sakko mit Schwalbenschwanz; die Hose wird von hier von Hosenträgern gehalten.